Chefetage und anthropologische Tiefe.
Dirk Hollstein verbindet zwei Welten, die selten zusammenfallen.
Die Welt der Unternehmensführung.
Über 15 Jahre erst als Geschäftsführer im Konzern, dann als CEO in einem mittelständischen Unternehmen. Er kennt den Druck von Gesellschaftern und Markt, die Einsamkeit von Entscheidungen, die niemand sonst tragen kann — und das Gefühl, wenn die eigene Identität stark mit der beruflichen Rolle verschmolzen ist.
Die Welt der Lebensübergänge.
Nach seinem Ausstieg aus der Corporate-Welt hat er sich der Erforschung von Lebensübergängen gewidmet — nicht akademisch, sondern existenziell. Sieben Jahre lang hat er untersucht, wie Menschen und Gemeinschaften Lebensumbrüche und Wandel meistern. An Orten, an denen nicht zählte, wer er einmal war: in europäischen Weisheitstraditionen, in asiatisch geprägten Praxisräumen wie Zen-Klöstern und im afrikanischen Kontext.
Das führte ihn zu der These: Der Westen hat verloren, was traditionelle Kulturen seit Jahrtausenden können — Menschen durch große Lebensumbrüche zu begleiten.
Diese These hat einen biographischen Grund. Nach seinem Ausstieg suchte Dirk Hollstein über Jahre an den teuersten Adressen — bei den angesehensten Coaches im deutschsprachigen Raum, bei Strategy-Consultants, bei Zen-Meistern. Sie alle konnten das nächste Ziel formulieren, die nächste Strategie oder Vision planen. Keiner konnte die Phase davor aushalten: die Phase, in der das alte Erfolgsmodell vorbei war und das neue noch nicht da. Was diese Phase verlangt, ist außen nicht zu finden.